„Alles zu sagen haben – und die Lippen nicht aufzutun. Alles zu geben haben – und die Hand nicht aufzutun. Es ist Verzicht, was Sie eine bürgerliche Tugend nennen und was – mag es bürgerlich sein oder nicht, mag es Tugend sein oder nicht – die wichtigste Triebfeder meiner Handlungen ist. Triebfeder? – der Verzicht? Ja, denn das Zurückdrängen einer Kraft verlangt eine unendlich strengere Bemühung als ihre freie Entfaltung – die keinerlei Bemühung verlangt... Was ist schwieriger: ein Pferd zu halten oder es springen zu lassen, und – da wir es sind, dieses von uns gehaltene Pferd – was ist mühseliger: zurückgehalten zu sein oder unsere Kraft auszuspielen? Zu atmen oder nicht zu atmen? Erinnern Sie sich an jenes Kinderspiel, wo dem die Ehre zukam, der am längsten in einer Truhe ersticken konnte? Ein grausames Spiel und recht wenig bürgerlich.“

 



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