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Das Buch erkundet Mandelstams
Kultur-Poetik, eine Poetik der Anverwandlung des Fremden,
und zeigt seine Dialoge mit französischen Dichtern
vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert auf: vom Rolandslied
(11. Jh.) über François Villon, Racine, André
Chénier, Auguste Barbier bis zu Paul Verlaine und
Jules Romains.
Doch die französische Kultur steht hier nur als „Pars
pro toto“ der Kultur Europas. Ein Schlußwort
verknüpft Mandelstams „Sehnsucht nach Weltkultur“
mit dem Goetheschen Konzept der Weltliteratur, skizziert
Mandelstams Prinzip der Reise und stellt den russisch-jüdischen
Dichter als „großen Europäer“ dar -
ein Thema, das Ralph Dutli 1995 in den Essays seines Buches
„EUROPAS ZARTE HÄNDE“ weiterverfolgte und
vertiefte.
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